Bussard − 170 Jahre Sekttradition

Bussard − zweitälteste Sektkellerei Deutschlands

Sekt aus Sachsen zählt zum traditionsreichsten in ganz Europa.
Bereits 1827 machte Oberforstmeister von Bredow auf dem Minkwitzschen Grundstück den ersten Versuch, in der Lößnitz »moussierenden Wein« herzustellen. Knapp ein Jahrzehnt später gründeten Ludwig Pilgrim, Georg Schwarz und Friedrich Sickmann zusammen mit weiteren finanzkräftigen Dresdner Bürgern anno 1836 in Radebeul die Fabrik für »moussierende Weine« in der Moritzburger Straße 44 als Aktiengesellschaft. Schon im ersten Jahr wurden 37.000 Flaschen Sekt aus einheimischem Burgunder produziert.

French Connection in Radebeul

Bald sicherte man sich auch das »savoir-faire« der Grande Nation in Sachen Schaumwein: So war beispielsweise 1848 bis 1858 Monsieur Camuset aus der Champagne Kellermeister in Radebeul. Auch später arbeiteten immer wieder Franzosen in der Sektherstellung im Elbtal.
Der Name »Bussard« als Markenbegriff der Fabrik für »moussierende Weine« tauchte nach heutiger Kenntnis 1848 zum ersten Mal auf. 1862 wurde die Fabrik »moussierender Weine« in Niederlößnitz bei Dresden ins Handelsregister eingetragen.
Als »Niederlößnitzer Champagnerfabrik« besteht sie bis 1897, wird dann in »Sektkellerei Bussard« umfirmiert. Diese geht am zwar am 3. März 1899 in Liquidation, doch schon am 4. Mai des gleichen Jahres wird sie als GmbH neu gegründet.

Die Firmen wechseln − die Marke bleibt

Die Bussard GmbH erweist sich als äußerst langlebig: zwei Weltkriege, Wirtschaftskrise, Inflation, Diktatur... Fast ein halbes Jahrhundert behauptet sie sich auf dem Markt.
Bis zum 17. September 1947: an diesen Tag wird die GmbH unter den Vorzeichen der sozialistischen Wirtschaftordung aufgelöst. Erst 1955 startet die Produktion unter dem Namen »Sektkellerei Bussard-Vogt & Co. KG« erneut.
Ab 1978 findet die Sektproduktion ausschließlich auf dem Gelände von Wackerbarths Ruh statt. Das dort mögliche Tankgärverfahren ist produktiver als Flaschengärung, die ganz eingestellt wird.
Später erwirbt Schloss Wackerbarth die Markenrechte für Bussard. Damit ist Wackerbarth nach der Kellerei Kessler aus Esslingen (1826) die zweitälteste Sektkellerei Deutschlands. Und selbstverständlich wird heute hier der Sekt wieder im Verfahren der klassischen Flaschengärung hergestellt. Flasche für Flasche von Hand gerüttelt.

Kontakt

Sächsisches Staatsweingut GmbH
Wackerbarthstraße 1
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