Der Reiz des Besonderen:
Weine und Sinne

Die Aromen des Weins

Jede Rebsorte besitzt ihr eigenes, typisches Aroma. Bei Weißweinen, die meist sortenrein gekeltert sind, ist die Sorte für erfahrene Weintrinker daher relativ leicht zu erkennen. Bei Rotweinen ist die Bestimmung dagegen schwieriger. Denn sie sind oft aus mehreren Traubensorten hergestellt.

Buketts von Weißweinen

Weine, die nur aus einer Rebsorte gewonnen sind, sollten sortentypisch »rein« schmecken. Insbesondere bei Weißweinen ist dies ein Qualitätskriterium. Doch auch das Terroir hat einen großen Einfluss. Das typische Aroma einer Sorte wechselt daher von Anbaugebiet zu Anbaugebiet. Auch wenn sie aus der gleichen Rebsorte gewonnen sind, ähneln sich viele Weißweine nur entfernt.

Buketts von Rotweinen

Bei Rotweinen variiert das typische Sortenaroma noch stärker. Hinzu kommt, dass die meisten Rotweine aus mehreren Rebsorten gekeltert sind. Dadurch vermischen sich die Aromen. Nicht nur die Terroir-Unterschiede schlagen bei Rotweinen erkennbar durch. Auch der Einfluss des Kellermeisters tritt bei ihnen deutlicher zu Tage als bei den meisten Weißweinen. Die Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, sind also insgesamt größer – etwa während der Maischegärung oder im Laufe der Reife im Holzfass.


Wer einmal den Profis bei einer Weinverkostung zugesehen hat, bekommt eine Ahnung davon, welche Feinheiten der menschlichen Sinne durch einen guten Tropfen gekitzelt werden. Schon die Fülle der Vokabeln, die der Beschreibung der Eindrücke dienen sollen, zeigt die Bandbreite der Interpretation über Mund und Nase.
Dazu hier nur ein kurzer Vorgeschmack:

Was schmecken wir wo – und wie?

Gaumen, Rachen und Zunge sind mit mehreren tausend Geschmacksknospen besetzt, die auf chemische Verbindungen äußerst empfindlich reagieren. Die größte Anzahl an Geschmacksknospen befindet sich an der Zungenspitze und den Zungenrändern. Allerdings ist die Menge der Geschmacksknospen von Mensch zu Mensch verschieden.

Vier für Viel

Was immer wir an unterschiedlichem Geschmack erleben – die menschliche Zunge kann nur vier Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, sauer, salzig und bitter. Die Zentren für die Wahrnehmung dieser Geschmacksunterschiede liegen in verschiedenen Zonen auf der Zunge. Allerdings weiß man auch, dass der Weingeschmack stets aus einer Mischung dieser vier Grundrichtungen besteht:

Mit der Zunge wird außerdem die Dickflüssigkeit des Weins (Viskosität), seine Samtigkeit oder Rauheit und seine Temperatur erlebt. Gaumen und Rachenraum sind aber ebenfalls am Weingenuss beteiligt. Durch die Erwärmung des Weines im Mund werden die flüchtigen Aromen aktiviert, die dann die Nasenschleimhaut zusätzlich stimulieren.

Auch weißer Wein macht eine rote Nase

Was dieses Sprichwort auch sagen will: die Nase ist wichtig für den Gesamteindruck von einem Wein. Schließlich ist sie auch ein erheblich sensibleres Sinnesorgan als die Zunge. In der Nasenschleimhaut sitzen ca. 1,5 Millionen Riechzellen, die ein breites Spektrum von Gerüchen unterscheiden können. Das meiste, was der Mensch zu schmecken glaubt, riecht er in Wirklichkeit! Der Geruchssinn erfasst alle Stoffe, die klein genug sind, um aus dem Wein verduften zu können. Und der Mensch kann bis zu 4000 einzelne Geruchsnoten erkennen und voneinander unterscheiden.

Wenn man die Bedeutung von Schmecken und Riechen vergleicht, so liefert der Geschmack ein Grundmuster über die Harmonie des Weines, während der Duft uns die unendlichen Feinheiten des Charakters vermittelt.

Kontakt

Sächsisches Staatsweingut GmbH
Wackerbarthstraße 1
01445 Radebeul
Tel. 03 51.89 55-0
Fax 03 51.89 55-150
 
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